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Barocke Pracht im Stephansdom |
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Barock – das Zeitalter der üppigen Prachtentfaltung in der Kunst und der Entstehung der Gattung Oper in der Musik. Die meisten Komponisten dieses bewegten Zeitalters gerieten schnell in Vergessenheit, so auch Antonio Vivaldi, von dem man bis in die 1920er Jahre kaum mehr als Die vier Jahreszeiten kannte. Erst ab dem Beginn des 20. Jahrhunderts interessierte man sich wieder für seine Musik, laufend werden neue Werke entdeckt.
Giovanni Battista Bononcini, geboren 1670 in Modena, verstorben 1747 in Wien, ist ein heute weitgehend unbekannter Komponist, war damals jedoch weitgereist und berühmt. Nach Beschäftigungen in Italien war Bononcini zwischen 1697 und 1711 am Wiener Kaiserhof für die Regenten Leopold I. und Joseph I. tätig, danach u. a. gleichzeitig mit G. F. Händel in London (Royal Academy of Music). Bononcinis Werke waren denen Händels durchaus ebenbürtig, und das Komponieren der beiden Musiker geriet streckenweise zu einem Wettkampf. Durch Betrugsskandale und Finanzspekulation wurde Bononcini dort zu einer persona non grata und sah sich zu weiteren Reisen durch ganz Europa gezwungen.
Schließlich kehrte er nach Wien zurück, wo er 1741 von Kaiserin Maria Theresia mit der Vertonung eines Te Deum beauftragt wurde, das heute als seine letzte bekannte Komposition gilt. Fast unbeachtet hat sich die kostbare Widmungspartitur in der Musikabteilung der Österreichischen Nationalbibliothek erhalten. Mit Hilfe des Instituts für kunst- und musikhistorische Forschungen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften wurde jüngst das originale Notenmaterial verfügbar gemacht – was nun die Erstaufführung dieses großartigen Werkes im Dom ermöglicht.
Wir freuen uns auf einen spannenden Konzertabend!
Datum: Samstag, 22. Juni 2013
Beginn: 20:30 Uhr (Einlass: 20:00 Uhr)
Ort: Stephansdom
Künstler:
Wiener Domchor & Domorchester
Ursula Langmayr, Sopran
Katrin Auzinger, Alt
Gernot Heinrich, Tenor
Markus Volpert, Bass
Dkpm Markus Landerer, Dirigent
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